آخر الأخبار

عاجل. - أولى توقعات نتائج انتخابات ولاية سكسونيا أنهالت: حزب "البديل" يتصدر بـ 44.5 في المئة

شارك

وفق توقعات الساعة السادسة مساء لقناة "ARD"، أصبح حزب "البديل من أجل ألمانيا" (AfD) القوة السياسية الأولى في ولاية سكسونيا أنهالت، بينما جاءت نسبة المشاركة في التصويت أعلى بكثير من مستوى عام 2021.

حقق حزب البديل من أجل ألمانيا "AfD" الشعبوي ما كان يصبو إليه. فبحسب مرشحه الرئيسي أولريش زيغمونت ، كتب الحزب الشعبوي تاريخا جديدا في ولاية ساكسونيا أنهالت . وتشير أولى التقديرات إلى حصوله على 44,5 بالمئة، ليصبح بذلك "أقوى قوة سياسية" في البرلمان المحلي الجديد، وبفارق واضح عن باقي الأحزاب.

في المقابل، فإن الاتحاد المسيحي الديمقراطي "CDU" وتحت قيادة رئيس الحكومة زفن شولتسه كان الخاسر الأكبر، إذ حصل على نسبة 18 بالمئة فقط، ليحتل المركز الثاني وبفارق كبير.

وبحسب التوقعات، فإن حزب اليسار "Die Linke" سيحصل على 9,5 بالمئة، والحزب الديمقراطي الاجتماعي "SPD" على ثمانية بالمئة، فيما ينال تحالف ساهرا فاغنكنخت "BSW" خمسة بالمئة، ما يجعل دخوله البرلمان محل شكّ.

وطبقًا لمؤسسة "إنفراتست ديماب" (Infratest Dimap)، فإن أربعة ملفات هي التي حسمت الانتخابات وهي: تراجع الثقة في الأحزاب التقليدية مثل "CDU" و"SPD" و"FDP" وغيرها، مسألة الحماية الاجتماعية، الأوضاع الاقتصادية وملف الهجرة.

هذا الأحد الموافق للسادس من سبتمبر 2026، اتجهت أنظار الجميع في ألمانيا ومختلف أنحاء أوروبا إلى ما يجري في ساكسونيا أنهالت. حي دُعي ما يقرب من مليون وسبعمئة ألف مواطنة ومواطن للإدلاء بأصواتهم، وقد لبوا النداء بالفعل، إذ سجلت نسبة المشاركة في الاقتراع ارتفاعا لافتا مقارنة مع انتخابات 2021.

${updatedAt}

مصدر الصورة مصدر الصورة ${title}

${body}
21:48 GMT+2

Siegmund offen für Koalition

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zeigt sich am Wahlabend offen für eine Koalitionsregierung. Er wolle „allen möglichen Kräften die Hand ausstrecken, wenn sie mit uns eine grundsätzliche politische Kehrtwende herbeiführen wollen“, sagte Siegmund in der ARD.

Vor der Wahl hatte Siegmund noch erklärt, nur bei einer absoluten Mehrheit seiner Partei Ministerpräsident werden zu wollen. Eine von der AfD geführte Minderheitsregierung schloss er am Wahlabend hingegen aus.

21:37 GMT+2

BSW signalisiert Bereitschaft zu punktueller Zusammenarbeit mit der AfD

Das BSW zieht nach aktuellen Hochrechnungen (knapp) in den Landtag ein. BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig zeigt sich offen für eine punktuelle Zusammenarbeit mit der AfD. In der ARD sagte sie, ihre Partei habe bereits vor der Wahl angekündigt, über eine Zusammenarbeit jeweils anhand konkreter Inhalte zu entscheiden. Bei einzelnen Vorhaben gebe es durchaus politische Schnittmengen.

„Wenn, wie es in aktuellen Hochrechnungen und Umfragen aussieht, 44 Prozent der Wähler die AfD gewählt haben, dann wäre es meiner Ansicht nach völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“, sagte Wittig. Ob das BSW allerdings Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen würde, ließ die Wittig offen.

مصدر الصورة

Dr. Claudia Wittig, BSW-Spitzenkandidatin Foto: BSW Landesverband Sachsen-Anhalt

21:30 GMT+2

Unzufriedenheit mit der Bundesregierung prägt Wahl

Die Bewertung der Bundespolitik dürfte das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt beeinflusst haben. 59 Prozent der Wählerinnen und Wähler finden, dass die Bundesregierung bei der Landtagswahl einen „Denkzettel“ verdient habe, so eine aktuelle Umfrage von infratest dimap. Nur 20 Prozent sind demnach der Meinung, dass die Bundesregierung Deutschland in den kommenden Jahren wirklich voranbringen kann.

Der Unmut über die Bundespolitik richtet sich dabei besonders gegen die CDU.

21:04 GMT+2

SPD-Vizekanzler Klingbeil: "Grund, auch nachzudenken über Politik hier in Berlin"

Die SPD bleibt in Sachsen-Anhalt bei rund acht bis neun Prozent und damit auf dem Niveau der Landtagswahl 2021. SPD-Vizekanzler Klingbeil wertete das Wahlergebnis als „Zäsur“. Angesichts des starken Abschneidens der AfD gebe es nun viele Menschen, die sich Sorgen machten: "Wir werden der AfD nicht die Hand ausstrecken. Es gibt viele Menschen, die sich Sorgen machen vor dieser rechtsextremen Regierung, die dort möglich sein kann mit der AfD. Und das werden wir nicht mitmachen. Deswegen ist völlig klar, wir setzen uns mit der AfD nicht an einen Tisch. Wir wollen mit den demokratischen Kräften eine Mehrheit bilden. Dafür muss man jetzt aber den Abend abwarten. Und dann ist auch die Union gefordert zu sagen, wie es weitergehen kann mit der möglichen Bildung einer Regierung. Aber gerade muss man dieses Wahlergebnis erstmal verdauen und jetzt den weiteren Abend abwarten."

Zum Abschneiden der SPD selbst sagte Klingbeil: "Das ist jetzt anscheinend ein stabiles Ergebnis, aber natürlich kein Grund zu feiern oder zur Euphorie. Und ich weiß doch, dass auch Berliner Entscheidungen dort vor Ort für Debatten gesorgt haben. Deswegen, ja, dieses Ergebnis ist auch ein Signal an Berlin. Das ist ein Grund, auch nachzudenken über Politik hier in Berlin, über den Reformkurs der Bundesregierung."

مصدر الصورة

Archiv. Bundesvizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am Freitag, 8. Mai 2026, während eines Rundgangs durch das Flugzeugmontagezentrum von Bombardier in Mississauga, Ontario. (Sammy Kogan /The Canadian Press via AP)

20:47 GMT+2

Linke offen für Gespräche mit der CDU

Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek zeigt sich grundsätzlich offen für Gespräche mit der CDU in Sachsen-Anhalt – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. „Wir haben immer gesagt, dass wir bereit sind, mit den demokratischen Kräften zu reden“, sagte Reichinnek im ZDF. Nun liege der Ball bei der Union. Sie müsse entscheiden, „auf welcher Seite der Geschichte sie steht“.

Eine Unterstützung einer CDU-geführten Landesregierung will die Linken-Politikerin jedoch nicht um jeden Preis. „Wir werden uns nicht billig verkaufen oder Politik stützen, die AfD light ist“, sagte Reichinnek mit Blick auf eine mögliche Tolerierung. Über eine mögliche Zusammenarbeit werde die Linke gemeinsam beraten.

مصدر الصورة

Archiv. Heidi Reichinnek von der Linkspartei spricht während einer Sitzung zum Rentenpaket im Deutschen Bundestag in Berlin, am Freitag, 5. Dezember 2025. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

20:41 GMT+2

„Bürger zweiter Klasse“: Viele Sachsen-Anhalter fühlen sich abgehängt

In den ostdeutschen Bundesländern fühlen sich viele Menschen politisch und gesellschaftlich noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. Daten von infratest dimap aus dem Jahr 2024 zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung den Eindruck hat, Politik und Wirtschaft würden zu stark von Westdeutschen geprägt.

Besonders deutlich ist dieses Gefühl in Sachsen-Anhalt: 73 Prozent stimmten 2024 der Aussage zu, Ostdeutsche seien „an vielen Stellen immer noch Bürger zweiter Klasse“. Die Unzufriedenheit mit der Politik in Berlin dürfte ein Faktor für das Wahlergebnis gewesen sein.

20:22 GMT+2

AfD-Bundesvorsitzender Tino Chrupalla: "Gespräche sind, was die Demokratie lebbar macht"

Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla sagte, seine Partei habe die CDU „halbiert“. Die AfD werde auch mit nur einer Stimme Mehrheit regieren. Zugleich zeigte sich Chrupalla offen für Gespräche mit anderen Parteien: Die AfD sei mit allen gesprächsbereit, „die es gut mit Sachsen-Anhalt meinen“: „Wir sind gesprächsbereit und ich sage es nochmal hier vorweg, ein Gespräch setzt dann auch kein Ergebnis voraus. Also wir müssen doch erst mal wieder ins in die Kommunikation kommen in den Dialog. Das gilt ja im Übrigen auch auf europäischer Ebene. Wir kasteln uns in allen Bereichen ein, wenn wir nicht miteinander reden. Und das ist doch das, was die Demokratie lebbar macht, was die Bürger mit diesem Wahlergebnis auch zeigen wollen.“ Seiner Ansicht nach waren vor allem auch bundespolitischen Themen entscheidend für das Wahlergebnis: "Diese Eskalation gegenüber Russland, die Milliarden, die dort verpulvert werden in ein System, was eigentlich deutsches Steuerzahlergeld ist. Davon haben die Leute die Nase voll. Sie wollen endlich, dass das Geld wieder für die Rentner, für die Familien hier in Deutschland verwendet wird und es auch endlich eine Wirtschaftswende gibt, die den Namen verdient hat."

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Wahlkampf eindringlich vor einem AfD-Sieg gewarnt. Sachsen-Anhalt dürfe „kein Experimentierfeld für Wutbürger werden“, sagte der CDU-Chef wenige Tage vor der Wahl. Chrupalla nahm dazu Stellung: "Das hat viele Ostdeutsche massiv geärgert... uns beleidigt als Wutbürger, die heute gewählt haben. Das muss man den Ostdeutschen näher erklären. Das ist arrogantes Geschreibe und auch arrogantes Gehabe von einem Bundeskanzler, der die Ostdeutschen immer noch nicht akzeptiert hat. Und das ist auch die Quittung, die er heute bekommen hat." Die CDU solle sich endlich mal überlegen zu handeln. "Wir brauchen keine positiven Erzählungen. Die Leute sind ja nicht dumm", so Chrupalla.

Ulrich Siegmund, Mitte, Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, feiert gemeinsam mit Alice Weidel, Bundesvorsitzende und Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und Tino Chrupalla, Bundesvorsitzender und Co-Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, nach den ersten Ergebnissen auf einer Wahlparty der „Alternative für Deutschland“ (AfD) nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in Magdeburg, am Sonntag, 6. September 2026. (Michael Kappeler/dpa via AP)

19:35 GMT+2

Unionsfraktionschef Thorsten Frei spricht von Zäsur

Der Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, bezeichnet das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt als einschneidendes Ereignis. „Das ist eine Zäsur für unser Land“, sagte er. „Wir haben diese Situation noch nie gehabt, dass eine Partei, die vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft ist, eine Mehrheit erreicht hat.“ Das Ergebnis müsse selbstverständlich respektiert werden.

Seine Partei werde nun analysieren, warum sie die Menschen mit ihrer Politik nicht erreiche, sagte Frei. Zugleich verwies er darauf, dass die Bundesregierung notwendige Reformen angehe. Eine mögliche Debatte über Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen schlechte Umfragewerte wies Frei zurück: „Zunächst einmal ist der Bundestag auf vier Jahre gewählt, der Bundeskanzler ist auf vier Jahre gewählt.“

Archivfoto. Bundeskanzler Friedrich Merz, rechts, und Unionsfraktionschef Thorsten Frei, kommen am Mittwoch, 29. Juli 2026, zur Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

19:28 GMT+2

SPD hält sich stabil – hält "Brandmauer" zur AfD aufrecht

Die SPD hält sich bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt weitgehend stabil. Nach den aktuellen Hochrechnungen kommt sie auf rund 8 bis 9 Prozent und liegt damit etwa auf dem Niveau ihres Ergebnisses von 8,4 Prozent aus dem Jahr 2021. Bärbel Bas (SPD), die Bundesministerin für Arbeit und Soziales und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende, sagte: "Also erst mal haben wir unser Ergebnis gehalten, das muss man deutlich sagen, denn vor ein paar Wochen hat man uns schon komplett abgeschrieben. Und das war wirklich ein harter Kampf, in denen auch die SPD bundesweit mobilisiert hat, um eben genau die AfD-Regierung zu verhindern." Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnt sie weiterhin ab: Die SPD werde auf keinen Fall eine Einladung zu Gesprächen eines gesichert rechtsextremen Landesverbands annehmen. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fügte hinzu: "Unser Ergebnis steht. Wir leisten unseren Beitrag auch in diesem zivilgesellschaftlichen Bündnis dazu, dass wir eine demokratische Mehrheit bilden wollen gegenüber der AfD. Aber wir sehen eben auch, dass es wirklich ein dramatisches Ergebnis der AfD heute Abend ist und es anscheinend eine sehr, sehr schwierige Regierungsbildung wird."

Archivfoto. Bärbel Bas, deutsche Bundesministerin für Arbeit und Soziales, nimmt am Mittwoch, 14. Mai 2025, an einer Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude in Berlin teil. (Michael Kappeler/dpa via AP)

20:44 GMT+2

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze: "Klares Zeichen, das über Sachsen-Anhalt hinausstrahlt"

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze sagte als Reaktion auf das Wahlergebnis: "Wir persönlich als CDU sind natürlich enttäuscht mit diesem Ergebnis in jeglicher Hinsicht. Wir haben hier ein Ergebnis bekommen, das wir als CDU erstmal auswerten müssen, das wir verdauen müssen. Das mache ich nicht alleine als Landesvorsitzender und schon gar nicht als Ministerpräsident, sondern das mache ich in den Parteigremien. Wir haben dieses Ergebnis und wir müssen damit umgehen." Schulze fügte hinzu: "Manche sagen, das wäre ein schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt. Ich sage: Das ist Demokratie."

Und weiter: "Ich hatte das Ziel, das sage ich ganz offen, dass wir ein besseres Ergebnis kriegen als bei der letzten Bundestagswahl. Da haben wir ja 19 Prozent gehabt, das ist jetzt etwa ähnlich. Wir haben uns also nicht verbessert, sondern sind auf dem Level scheinbar gleich geblieben. Und das hilft alles am Ende nichts. Wir haben eine Niederlage erlitten hier in Sachsen-Anhalt. Die Menschen haben uns ein klares Zeichen gesendet, was aber, denke ich, auch über Sachsen-Anhalt hinausstrahlt."

Nach dem desaströsen Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl wächst indes innerhalb der Partei der Druck auf Schulze. Die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner sagte dem „stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“

Auch Michael Hayn, Stadtratsvorsitzender von Merseburg und langjähriger CDU-Kreisvorsitzender im Saalekreis, fordert Konsequenzen. Er verwies auf Helmut Kohl, der nach der Bundestagswahl 1998 die Verantwortung für das Wahlergebnis übernommen habe. „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“, sagte Hayn. Auch von Sven Schulze erwarte er diesen Schritt. Schulze solle sich in die zweite Reihe zurückziehen und dort gegebenenfalls neue Kraft sammeln.

Archivfoto. Bundeskanzler und CDU-Parteichef Friedrich Merz, links, und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Spitzenkandidat Sven Schulze geben nach ihrem Besuch bei UPM Biochemicals in Leuna am Donnerstag, 3. September 2026, eine Presseerklärung ab. (AP Photo/Matthias Schrader)

21:19 GMT+2

Warken (CDU): "Ein Ergebnis, das wir einerseits zu akzeptieren haben, das wir aber sicherlich nicht hinnehmen werden"

Die CDU litt bei dieser Wahl offensichtlich unter der kritischen Wahrnehmung der Bürger hinsichtlich der Arbeit der derzeitigen Landesregierung. Die negative Bewertung der Bundespolitik belastete den Wahlkampf von Spitzenkandidat Sven Schulze, der erst im Januar die Regierungsgeschäfte von Reiner Haseloff übernommen hatte. Die Chefin des Bundeskanzleramtes, Nina Warken, sagte am Abend im ZDF: "Dieser Abend, dieses Ergebnis, ist sicher eine Zäsur für die Partei, für das Land, ein Ergebnis das uns trifft." Es sei ein sehr schwieriges Ergebnis, das "wir einerseits zu akzeptieren haben, das wir aber sicherlich nicht hinnehmen werden", so Warken weiter. Warken wies auf Reformen hin die "ihre Wirkung erst entfalten" müssten. Und: "Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, unseren Fahrplan, jetzt fortsetzen. Es geht um sehr viel, es geht das Land gut für die Zukunft aufzustellen. Und da sind wir dran, da sind wir auch überzeugt, dass wir die richtigen Ideen dafür haben."

Archivfoto. Bundesgesundheitsministerin und designierte Chefin des Bundeskanzleramts Nina Warken nimmt am Freitag, 24. Juli 2026, im Bundeskanzleramt in Berlin an einer Stellungnahme zu geplanten Personalveränderungen in der Bundesregierung teil. (AP Photo/Markus Schreiber)

21:20 GMT+2

Bundesvorsitzende Alice Weidel: „Schauen Sie sich das an, was mit der CDU passiert“

Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sieht AfD-Bundeschefin Alice Weidel den Regierungsauftrag klar bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis und ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel im ZDF.

Auf die Frage, ob dieser Anspruch auch für Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gelte, obwohl dieser vor der Wahl eine Regierungsbeteiligung nur bei einer absoluten Mehrheit in Aussicht gestellt hatte, verwies Weidel darauf, dass die stärkste Partei grundsätzlich den Auftrag zur Regierungsbildung habe. Auch Siegmund habe seine Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert.

„Wir sind Demokraten. Wir reden mit jedem“, sagte Weidel. Die AfD werde keine „Brandmauer“ errichten. Das Ergebnis sei zugleich ein Beleg für die Entwicklung der CDU, die sie seit Jahren vorhergesagt habe. „Schauen Sie sich das an, was mit der CDU passiert. Es ist genau das, was ich seit Jahren prognostiziere. Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen“, sagte Weidel.

AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel lächelt bei der Wahlparty der „Alternative für Deutschland“ (AfD) zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag, 6. September 2026, in Magdeburg. (AP Photo/Matthias Schrader)

18:37 GMT+2

Innere Sicherheit und die Migrationsfrage prägten die Wahlentscheidung

Viele Menschen in Sachsen-Anhalt haben bei dieser Wahl vor allem ein Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität. Das zeigen die Daten von infratest dimap. Für 25 Prozent war soziale Sicherheit das wichtigste Thema bei der Wahlentscheidung, 17 Prozent nannten den Frieden in Europa, 15 Prozent die wirtschaftliche Entwicklung.

Auffällig ist dabei der Blick auf die AfD-Wählerschaft: Frieden und soziale Sicherheit spielten für sie eine deutlich geringere Rolle als für die Anhänger von Linken, SPD und CDU. Bei AfD-Wählerinnen und -Wählern standen vor allem Kriminalität und innere Sicherheit sowie das Thema Zuwanderung im Vordergrund.

20:38 GMT+2

Siegmund: "Die Hand zu anderen Parteien bleibt als Demokrat immer ausgestreckt."

Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sagte in der ARD: „Die Hand zu anderen Parteien bleibt als Demokrat immer ausgestreckt“, allerdings nur nach jenen, die bereit seien, eine klare politische Wende mitzutragen. Solche Partner sehe er derzeit nicht. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund. Zugleich betonte er: „Was es mit mir nicht geben wird: Ein Verbiegen der eigenen Werte für Machtoptionen.“ Für eine Koalition oder eine Minderheitsregierung stehe er unter diesen Bedingungen nicht zur Verfügung. Nun wolle er abwarten, wie sich die anderen Parteien positionieren. Siegmund fügte hinzu: „Wir beschäftigen uns nicht mit Brandmauern. Wir beschäftigen uns mit Deutschland.“

Siegmund betonte: "Ich möchte nicht so werden wie die, die jedes Mal nach der Wahl genau das Gegenteil von dem umsetzen, was ich vorher versprochen haben. Aber ich werde Demokrat bleiben. Und wenn es solche Partner gibt, natürlich werden wir hier mit denen zusammenarbeiten. Natürlich haben wir den Regierungsauftrag, aber nicht unter der Maßgabe, dass wir uns selbst inhaltlich verbiegen, oder dass der Wähler nicht nach der Wahl bekommt, was er auch vorher gewählt hat, nämlich eine AfD-Politik."

"Wir haben eine positive Trendwende herbeigeführt", so Siegmund weiter. "Wir haben es geschafft, dass eine Partei, die seit Jahren diskreditiert wird, ausgegrenzt wird, die man mit allen Mitteln versucht zu bekämpfen, ein so starkes Ergebnis einfährt, weil die Menschen ganz einfach sehen, dass in der Lebensrealität eine ganz andere Sprache gesprochen wird als das, was man im Fernsehen erzählen möchte. Und deswegen sind wir auf dem richtigen Weg." Diese Wahlergebnisse werde die AfD in anderen Bundesländern in den nächsten Jahren selbstverständlich auch haben, sagte Siegmund in der ARD.

Auf die Frage, was er den Menschen anbiete, die Angst vor dem Land, das daraus werden könnte, wenn die AfD reagiert, sagte Siegmund: "Diesen Menschen reiche ich selbstverständlich die Hand. Da waren auch in diesem Wahlkampf wieder wahnsinnig viele Vorurteile im Raum, viele Fake News, viel Desinformation. Und demzufolge ist diese Sorge ganz oft unbegründet. Wir müssen miteinander sprechen, wir müssen die Gräben zuschütten. Und deswegen möchte ich auch diesen Rundfunk-Zwangsabgabe endlich beenden, diesen Medienstaatsvertrag kündigen, weil natürlich auch Teile des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in diesem Wahlkampf einen Beitrag dazu geleistet haben, dass wir eine große Form der Desinformation hatten, dass viele Menschen hier Vorurteile über unsere Partei hatten, die völlig unbegründet sind. Und die möchte ich nehmen. Wir sind ein Land. Wir müssen zusammenhalten. Ich möchte diesen Menschen zuhören, allen Menschen in diesem Land."

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), verlässt nach der Stimmabgabe bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein Wahllokal in Tangermünde, Ostdeutschland, am Sonntag, 6. September 2026. (AP Photo/Matthias Schrader)

18:14 GMT+2

Erste Prognose: AfD vermutlich Wahlsiegerin

Nach der ARD-Prognose zeichnet sich ein Wahlsieg der AfD ab. Sie kommt demnach auf 44,5 Prozent und liegt damit deutlich vor der CDU, die 18,5 Prozent erreicht. Dahinter folgen die Linke mit 9,5 Prozent, die Grünen mit 9,0 Prozent und die SPD mit 8,0 Prozent. Das BSW muss mit 5,0 Prozent noch um den Einzug in den Landtag bangen. Die FDP dürfte dagegen mit 2,0 Prozent den Sprung ins Parlament verpassen.

Sollte sich die Prognose bestätigen, würde die AfD mit 39 Sitzen stärkste Kraft im Magdeburger Landtag werden. Damit würde die Partei im Vergleich zur vergangenen Wahl 16 Sitze hinzugewinnen. Die CDU käme auf 16 Sitze, Linke und Grüne jeweils auf 8. Die SPD würde 7 Sitze erhalten. Das BSW käme, sofern es den Einzug ins Parlament tatsächlich schafft, auf 5 Sitze.

18:04 GMT+2

Erste Ergebnisse: BSW kratzt an der Fünf-Prozent-Hürde – Linke, SPD und Grüne wohl im Landtag

Sollte sich die ARD-Prognose bestätigen, würden Linke, SPD und Grüne in den Magdeburger Landtag einziehen. Die Linke käme demnach auf 9,5 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 9,0 Prozent und der SPD mit 8,0 Prozent. Für das BSW wird es extrem eng. Laut ARD-Prognose kommt die Partei auf 5,0 Prozent. Damit ist noch völlig offen, ob sie den Einzug in den Landtag schafft.

17:52 GMT+2

Warum die Fünf-Prozent-Hürde heute besonders entscheidend sein könnte

Bei dieser Wahl geht es nicht nur darum, welche Partei am Ende vorne liegt. Ebenso entscheidend ist die Frage, wer den Sprung in den Landtag schafft. Die Grünen liegen in den Umfragen nur knapp über beziehungsweise an der Fünf-Prozent-Hürde, während die FDP um den Einzug bangen muss. Die Chancen des BSW, in den Landtag von Sachsen-Anhalt einzuziehen, sind gering, aber nicht ausgeschlossen. In den letzten Umfragen lag die Partei bei 4 Prozent und damit knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Partei schließt zwar eine Koalition mit der AfD aus, hat aber zugleich signalisiert, bei einzelnen politischen Vorhaben sachbezogen mit ihr zusammenarbeiten zu können. Das BSW könnte also bei einem knappen Wahlergebnis vom Wackelkandidaten zum möglichen „Königsmacher“ werden.

17:30 GMT+2

Erste Momente der Wahrheit: So entsteht die 18-Uhr-Prognose

Kurz nach 18 Uhr folgt die erste Prognose – und damit ein erster Hinweis darauf, wie die Wahl ausgegangen sein könnte.

Anders als bei Vorwahlumfragen werden dafür keine Menschen nach ihrer Wahlabsicht gefragt. Stattdessen befragt Infratest dimap direkt nach der Stimmabgabe tatsächliche Wählerinnen und Wähler in rund 180 Wahllokalen. Etwa 20.000 Interviews sollen in die Auswertung einfließen. Daraus lassen sich neben der Prognose auch Erkenntnisse über die Wählerwanderung gewinnen, also wie sich die Wählerstimmen im Vergleich zur vorherigen Wahl verschoben haben.

Doch die 18-Uhr-Prognose ist natürlich noch nicht das endgültige Ergebnis. Mit den späteren Hochrechnungen können sich die Zahlen noch verändern, unter anderem weil städtische und ländliche Wahlbezirke sowie Urnen- und Briefwahlstimmen unterschiedlich schnell ausgezählt werden. Bei einem knappen Ergebnis kann deshalb erst im Laufe des Abends feststehen, wer die Wahl tatsächlich gewonnen hat.

Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hängen am Freitag, dem 4. September 2026, an Straßenlaternen in Magdeburg. (AP Photo/Matthias Schrader)

17:01 GMT+2

Innenstadt von Magdeburg: Vorbereitung auf mögliche Proteste, Polizei zeigt Präsenz

Die Polizei ist derzeit mit einem Großaufgebot in der Landeshauptstadt Magdeburg im Einsatz. Sie will auf mögliche spontane und größere Versammlungen oder Proteste vorbereitet sein, wenn um 18 Uhr die ersten Prognosen veröffentlicht werden.

Am Vortag vor der Wahl in Sachsen-Anhalt gab es bereits Demonstrationen gegen einen möglichen Rechtsruck. In Magdeburg kamen am Samstag nach Polizeiangaben rund 6.000 Menschen zu einer Großveranstaltung auf dem Domplatz zusammen. Auch in Halle gingen Tausende auf die Straße. Die Proteste richteten sich insbesondere gegen einen möglichen Wahlerfolg der AfD, die in den Umfragen deutlich vorne lag.

Demonstranten versammelten sich am Samstag, dem 5. September 2026, auf dem Platz vor dem Magdeburger Hauptbahnhof, um zum Domplatz zu ziehen, wo am Vorabend der Landtagswahl das "Demokratie-Festival" stattfand. Organisiert wurde das Demokratiefestival vom Bündnis ‚Sachsen-Anhalt. Weltoffen!‘, einem Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen, Gewerkschaften, Kirchen und Verbände. (Klaus-Dietmar Gabbert/dpa via AP)

16:45 GMT+2

Sachsen-Anhalter diesmal deutlich wahlfreudiger

So wahlfreudig war Sachsen-Anhalt lange nicht: Bis 16 Uhr hatten bereits 65,3 Prozent ihre Stimme abgegeben – deutlich mehr als bei den vergangenen Landtagswahlen.

Von einer „Rekord-Wahlbeteiligung“ kann zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht gesprochen werden. Zum Vergleich: 2021 hatten bis 16 Uhr 41,0 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 2016 waren es 47,1 Prozent. Die bislang höchste Wahlbeteiligung bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde 1998 mit 71,7 Prozent erreicht.

Ein Wähler geht mit seinen Stimmzetteln zu den Wahlkabinen in einem Wahllokal in Tangermünde, Sachsen-Anhalt, am Sonntag, 6. September 2026. (Kay Nietfeld/dpa via AP)

16:36 GMT+2

Mögliche Mehrheiten nach der Wahl

Für die CDU geht es an diesem Wahlabend um mehr als nur die Frage, wie groß der Abstand zur AfD ausfällt. Entscheidend ist auch, welche Mehrheiten sich nach der Wahl überhaupt bilden lassen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt die CDU aus. Auch eine Koalition mit der Linken ist aufgrund des Unvereinbarkeitsbeschlusses keine Option. Die AfD wiederum hat angekündigt, nur dann eine Regierung anführen zu wollen, wenn sie eine absolute Mehrheit erreicht. Sollte es dazu nicht kommen und zugleich CDU, SPD und Grüne keine eigene Mehrheit erreichen, dürfte die Regierungsbildung besonders schwierig werden.

Heute entscheidet Sachsen-Anhalt. Und für mich ist klar: @SvenSchulze_CDU ist der richtige Mann an der Spitze dieses Landes. Ich kenne Sven schon lange und wei…

16:31 GMT+2

Wahlkampf in den sozialen Medien

In den sozialen Medien zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Parteien: Besonders die AfD ist am Wahltag sehr präsent und nutzt intensiv Plattformen wie X. Von CDU und Linken ist dagegen auffallend weniger zu hören. Während die AfD ihre Botschaften und Aufrufe regelmäßig über die sozialen Netzwerke verbreitet, halten sich die beiden anderen Parteien dort deutlich zurück.

Kleine Mittagspause. Wir sehen uns 18:00 Uhr wieder! Danke @MitAktien und @UdoComedy

16:14 GMT+2

Erste Prognose schon in rund zwei Stunden

Der Blick richtet sich auf den Magdeburger Landtag: Seit 1991 tagt das Parlament von Sachsen-Anhalt in dem historischen Gebäudekomplex direkt gegenüber dem Dom. Heute entscheidet sich, welche Parteien künftig die politische Richtung des Landes vorgeben. Bis zur ersten Prognose um 18 Uhr bleiben nur noch zwei Stunden – dann zeichnet sich erstmals ab, wie die Wähler entschieden haben.

Landtag Sachsen-Anhalt, Domplatz, Magdeburg. Foto: Nick Smith, Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

15:44 GMT+2

Wahlbeobachter haben Wahl im Blick

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird die Abstimmung besonders aufmerksam beobachtet. Die zivilgesellschaftliche „Plattform Wahlen“ ist mit mehr als 80 Kurzzeit- und zwölf Langzeitbeobachtern im Einsatz.

Auch die AfD hat ihre Anhänger zur Wahlbeobachtung aufgerufen. Unterstützer sollen insbesondere die Auszählung in den Wahllokalen verfolgen und mögliche Unregelmäßigkeiten dokumentieren.

Die Besonderheit dieser Wahl ist weniger, dass es überhaupt Wahlbeobachter gibt, denn das ist in Deutschland völlig normal. Neu ist die organisierte Mobilisierung in größerem Umfang. Die AfD stellt dabei insbesondere die Sicherheit der Briefwahl infrage, obwohl die Landeswahlleiterin solche Zweifel zurückgewiesen hat. Gleichzeitig versucht die zivilgesellschaftliche Plattform Wahlen, mit eigenen Beobachtern Transparenz zu schaffen und möglichen Desinformationen entgegenzuwirken.

Ein Wähler sitzt in einer Wahlkabine und gibt in Tangermünde, Sachsen-Anhalt, am Sonntag, 6. September 2026, seine Stimme ab. (Kay Nietfeld/dpa via AP)

15:33 GMT+2

Mehr als die Hälfte hat bereits gewählt

Bis 14 Uhr hatten bereits 54,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann in Magdeburg mit.

Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2021 lag die Beteiligung um diese Zeit bei 27,1 Prozent, 2016 waren es 35,4 Prozent. Die Zahlen beruhen auf Stichproben aus repräsentativ ausgewählten Urnenwahlbezirken.

Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind zur Wahl aufgerufen. Die etwa 2.130 Wahllokale bleiben noch bis 18 Uhr geöffnet.

Menschen auf einem Balkon ihres Wohnhauses in Tangermünde, Ostdeutschland, dem Heimatort von Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Sonntag, 6. September 2026. (AP Photo/Matthias Schrader)

15:35 GMT+2

Ulrich Siegmund: Das junge Gesicht der AfD

Ulrich Siegmund ist mit 35 Jahren der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt. Der gebürtige Tangermünder sitzt seit 2016 im Landtag und führt seit 2022 die AfD-Fraktion. Im Wahlkampf setzt er auf soziale Medien, persönliche Nähe und ein modernes Auftreten. Politisch vertritt er einen klaren AfD-Kurs – unter anderem bei Migration und innerer Sicherheit. Sein Ziel ist historisch: Er will die AfD erstmals in Deutschland an die Spitze einer Landesregierung führen. Zum Euronews-Artikel über Ulrich Siegmund

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), mit seiner Ehefrau Julia nach der Stimmabgabe bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf einem kleinen Schwalbe-Moped von einem Wahllokal in Tangermünde, Ostdeutschland, am Sonntag, 6. September 2026. (AP Photo/Matthias Schrader)

15:47 GMT+2

Eva von Angern – Linken-Kandidatin zwischen Konkurrenz und möglicher Zusammenarbeit

Eva von Angern tritt ausgerechnet dort an, wo der Wahlkampf für die CDU besonders brisant ist: in Magdeburg, dem Wahlkreis von Ministerpräsident Sven Schulze. Die Spitzenkandidatin der Linken ist seit Jahren im Landtag aktiv und will ihre Partei erneut als wichtige politische Kraft in Sachsen-Anhalt etablieren.

Ihr Verhältnis zur CDU ist dabei ambivalent: Im Wahlkreis fordert sie Schulze direkt heraus, gleichzeitig könnte die Linke bei der Suche nach einer Regierungsmehrheit eine entscheidende Rolle spielen.

Eva von Angern (MdL), Die Linke Sachsen-Anhalt, Foto: Heike Meinhof, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license

15:28 GMT+2

CDU-Spitzenkandidat Schulze: Der Bodenständige

Seit Januar ist Sven Schulze Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt – mit 47 Jahren zugleich der jüngste Regierungschef Deutschlands. Viel Zeit, sich im Amt zu profilieren, blieb dem CDU-Politiker allerdings nicht: Zwischen seinem Amtsantritt und der Landtagswahl liegen nur wenige Monate. Nun tritt Schulze gegen die AfD an, die in den Umfragen deutlich vor der CDU liegt. Im Wahlkampf setzt der Ministerpräsident vor allem auf ein klares Image: bodenständig, nahbar und eng mit dem Land verbunden – einer, der die Menschen und ihre Probleme kennt.

Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Landesvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt, wirft bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag, 6. September 2026, in Magdeburg seinen Stimmzettel in die Wahlurne. Links neben ihm seine Ehefrau Kati Schulze. (Klaus-Dietmar Gabbert/dpa via AP)

15:17 GMT+2

Industrieland Sachsen-Anhalt im Wandel

Sachsen-Anhalt ist ein Industrieland – doch die Wirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel.

Die Chemieindustrie in Leuna und Schkopau, der Maschinenbau und zahlreiche mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat des Landes. Gleichzeitig sorgen internationale Entwicklungen und unternehmerische Entscheidungen für Verunsicherung.

Das geplante Intel-Chipwerk in Magdeburg, das ursprünglich Milliardeninvestitionen und zahlreiche neue Arbeitsplätze bringen sollte, wird nicht mehr weiterverfolgt. In Schkopau kündigte der Chemiekonzern Dow zudem die Schließung einer Chlor-Alkali- und Vinyl-Anlage bis Ende 2027 an.

Gleichzeitig gibt es Investitionen in neue Technologien: Das Unternehmen BYK investiert zwölf Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktion und setzt dabei auf eine Energieversorgung ohne fossile Energieträger. Zudem entsteht in Schkopau eine Anlage, die künftig Phosphor aus Klärschlammasche zurückgewinnen soll, ein Projekt, das auf Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung setzt.

In Leuna zeigt sich, wie sich Sachsen-Anhalts Industrie neu aufstellen will: UPM produziert dort aus Holz biobasierte Chemikalien, die künftig fossile Rohstoffe in Produkten wie PET-Flaschen, Textilien oder Kosmetik ersetzen können. Die Bioraffinerie ist eine Milliardeninvestition und soll jährlich bis zu 220.000 Tonnen Produkte herstellen.

Sachsen-Anhalts Industrie steht damit derzeit zwischen Abbau, Umbau und neuen Wachstumschancen.

Blick auf UPM Biochemicals in Leuna am Donnerstag, 3. September 2026. ( AP Photo/Matthias Schrader)

14:22 GMT+2

Wahlbeteiligung um 12,32 Prozentpunkte über dem Wert von 2021

Die Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt zieht deutlich an: Bis 12 Uhr hatten bereits 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit liegt die Beteiligung klar über dem Niveau der Landtagswahl 2021, als zur gleichen Zeit erst 22,4 Prozent der Wahlberechtigten gewählt hatten.

لقراءة المقال كاملا إضغط هنا للذهاب إلى الموقع الرسمي
يورو نيوز المصدر: يورو نيوز
شارك


حمل تطبيق آخر خبر

إقرأ أيضا